Caro allein in Sao Paulo
Als ich auf dem Flughafen in Sao Paulo gelandet bin, konnte ich mir vorstellen, wie sich wohl Kevin allein in New York gefühlt haben muß..Vor knapp zwei Wochen machte ich mich auf den Weg. Nein, leider nicht um Urlaub zu machen und im Meer zu baden. Auf dem Programm stand der fünfte Congreso Pan Americano und sechstes Symposio für nosokomniale Infektionen. Eine liebe Freundin von Karl Storz, Peru hat mich eingeladen und da ich mich ja noch in den Startlöchern als Steri und OP-Leitung befinde, war das natürlich eine super Gelegenheit Infos zu sameln, Kontakte zu knüpfen und mich auf den aktuellen Stand über Richtlinien und Normen bezüglich der Sterilisation zu bringen. Über zweitausen Teilnehmer tümmelten sich fünf Tage lang auf dem riesigen Kongressgelände. Mehr als zweihundert Firmen präsentierten ihr Angebot und Referenten aus USA, Deutschland, Brasilien, Belgien hielten Vorträge und boten Workshops an. Ich habe versucht alles aufzusaugen was nur ging. Tolle Kontakte konnte ich knüpfen nach Columbien, Mexico und Deutschland. Auch einige peruanische Krankenschwestern haben mich eingeladen bei ihnen in Lima im Krankenhaus Praktika zu machen. Also ich würde sagen, erfolgreich gelaufen. Natürlich konnte ich nicht einfach so abreisen, ohne wenigstens mal durch Sao Paulo geschlendert zu sein. während des Kongresses war dafür keine Zeit. Ich pendelte nur vom Hotel zum Kongress und zurück. Deswegen habe ich noch zwei Tage drangehangen um wenigstens ein bißchen von dieser riesigen Stadt zu sehen. Zwanzig Millionen Menschen leben dort. Teilweise in riesigen Villas, andere auf der Straße unter der Brücke. Die tausenden Motorradfahrer riskieren täglich ihr Leben auf den Straßen und statistisch sterben am Tag drei von ihnen. Am Tag belaufen sich die Schätzungen auf ca. vierzig Verkehrsunfälle, nur in Sao Paulo. Die riesige Stadt ist nicht zu überblicken. Im Vergleich zu Lima ist es sehr teuer. Aber erstaunlich sauber. Der Verkehr ist gut geregelt, sie fahren vernünftig, blinken, scheren nicht einfach rücksichtslos ein und sitzen auch nicht auf der Hupe, wie in Lima. Aber es ist auch gefährlich, wie in jeder Großstadt. Sao Paulo hat eine der höchsten Mordraten der Welt, Kriminaliät und Drogen sind große Probleme. Es ist eins der weltgrößten Zentren der Gastronomie, das Essen daher erste Sahne. Während ich das schreibe, sitze ich wieder im Andendörfchen Curahuasi und denke, das Hühnchen mit Pommes hier ist nun auch nicht sooo schlecht:))









Kommentar von Herbert
Datum: 8. Februar 2011, 15:43
Cool!