esperanza para peru

Hoffnung für Peru

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hoher Besuch im Krankenhaus

5 März 2008 (10:00) | Allgemein





Woran man sich hier in Peru gewöhnen muß, ist das Minister und Regierungsbeamten jederzeit von heut auf morgen zurücktreten oder abgesetzt werden können. Vor einigen Wochen trat der neue Gesundheitsminister Econ. Hernán Garrido-Lecca sein Amt an und macht eine Tour durchs ganze Land. Und so führte seine Reise auch durch das kleine Dörfchen Curahuasi zu uns ins Krankenhaus. Sein Besuch wurde uns angekündigt für Mittwoch abend, um sieben. Unsere Reinigungskräfte und einige Helferinnen haben zwei Tage lang geputzt, um den immer wieder aufkommenden Bauschmutz zu beseitigen. Einige Mitarbeiter brachten einen ganzen Tag zu, um das Krankenhaus zu schmücken und zu dekorieren. Ein großes Buffett wurde aufgebaut und alle schmissen sich in Schale. Noch hatten wir Zweifel, das er überhaupt kommt, denn das weiß man nie so genau hier in Peru. Nach einem Anruf verschob sich die Ankunft um eine Stunde. Damit haben wir schon fast gerechnet. Aber, ein weiterer Anruf verschob das ganze wieder um zwei Stunden auf 22Uhr. Das heißt warten. Mit Kaffee und Gesprächen vertrieben wir uns die Zeit und die Augen wurden schwer, denn wir alle waren seit dem frühen Morgen im Krankenhaus am arbeiten. Um zehn immer noch keine Spur vom Gesundheitsminister. Um kurz nach elf fuhren sechs große Autos vor den Haupteingang des Krankenhauses und ein todmüder Minister schlürfte mit Augenringen und knurrendem Magen Richtung Eingang. Er begrüßte jeden Einzelnen und wir machten ihm zuersteinmal einen starken Kaffee. Auch das Buffett mußte nicht lang auf den ausgehungerten Minister warten, der den ganzen Tag noch nichts gegessen hatt, wie er uns berichtete. Mit seinen Begleitern, ungefähr zwanzig Beamte nahm er in der Kirche platz und lauschte aufmerksam und Kaffee schlürfend dem Vortrag von Dr. John. Danach, sichtlich beeindruckt nahm er das Mikro und fragte: Was kann ich für sie tun?” Wir legten unsere Bittevor. Die Lizenz für das Krankenhaus und die Lizenzen für die Mitarbeiter. Er schaute durch die Menge und fragte: “Ist das alles?” Er fragte seine Begleiter, was er denn noch für dieses Krankenhaus tun könne und es kamen noch einige Ideen zusammen. Es folgte eine Tour durch das Krankenhaus und er war sprachlos, das solch ein Werk umgesetzt wurde. Als Geschenk gab es ein selbstgebackenes deutsches Brot und um eins in der Nacht verließ der Autokonvoir mit samt dem Minister das Krankenhausgelände. Man sagt, er sei ein Mann der Taten und wenn er hält, was er versprochen hat, dann können wir bald richtig loslegen und uns werden einige wichtige Türen geöffnet werden. Sogar um Audienz beim Präsident Alan Garcia will er sich persönlich bemühen und die holperige Straße, die zum Krankenhaus führt, soll asphaltiert werden. Diese Kontakte sind unheimlich wichtig hier in Peru und wir sind dankbar, das der Abend so gut verlaufen ist. Mal sehen, wer als nächstes kommt………………

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